Bootsystem

Bootsystem

Im FlashROM von Mikrap XScale Baugruppen ist immer ein Bootsystem vorhanden. Dies ermöglicht die Aktualisierung von Boot- und Betriebssystem, sowie die Sicherung der Parameter und Konfigurationsdaten im SRAM. Auf Baugruppen mit PXA270 werden NAND FlashROM eingesetzt. Dieses zeichnet sich durch grosse Speicherkapazität, kurze Programmier- und Löschzeiten sowie schnelle Zugriffszeiten aus. Seine Organisation ist grundlegend unterschiedlich von derjenigen von NOR FlashROMs. Es kann nicht linear im Adressraum angesprochen werden und ist vergleichbar mit einer Festplatte. Auf dem FlashROM sind zwei Partitionen angeordnet, welche beide über ein FAT Filesystem verfügen.

 


Die System Partition enthält das Betriebssystem und die Software um das Betriebs-system zu laden und zu starten. Sie ist immer vorhanden und unabhängig vom verwendeten Betriebssystem. Die OS Partition enthält das Filesystem des Betriebs-systems und ist darum abhängig von diesem. Die eigentliche Anwendung befindet sich in dieser Partition. Neben diesen beiden Partitionen sind weitere Bereiche für den Initial Program Loader IPL (die eigentliche Bootsoftware) und den Secondary Program Loader SPL (verwaltet die Systempartition bzw. das Bootdevice) vorhanden.

 

Bootdevice

Baugruppen, welche mit dem PXA270 ausgerüstet sind, können wahlweise vom einge-löteten Disc On Chip DOC oder von einer SD/MMC Card gestartet werden. So kann z.B. eine vorkonfigurierte Anwendungssoftware zusammen mit dem Betriebssystem im DOC gespeichert sein, und die Testanwendung für den Endtest kann davon unabhängig von einer SD/MMC Card ausgeführt werden. Damit können auch mehrere Softwaredownloads im Assemblierungsprozess vermieden werden. Dieses Konzept ermöglicht es auch, Diagnosesoftware auszuführen, ohne die produktive Anwendung zu beeinflussen.


Starten der Anwendung

Die Anwendung wird in vier Phasen gestartet:

1. Noch während der Prozessor sich im Reset befindet, wird der Initial Program Loader

    IPL vom FlashROM ins interne BootRAM des DOC kopiert.

2. Der IPL wird ausgeführt. Er initialisiert den Prozessor, kopiert den Secondary Program

    Loader SPL ins SDRAM der CPU und startet ihn.

3. Der SPL lädt das Betriebssystem von der Systempartition des DOC und startet dieses.

4. Das Betriebssystem lädt die Anwendung mit Hilfe des MNloaders und startet sie.

 


System Backup

Mit dem System Backup wird die ganze Software eines Gerätes auf Datenträger gespei-chert. Diese kann später wieder zurückgeladen werden. Der System Backup läuft in drei Phasen ab:

1. Das System lädt IPL und SPL vom DOC und startet den SPL.

2. Der SPL lädt die MNtools von der SD/MMC Card, um die Daten im DOC auf die SD/MMC

    Card zu sichern.

 


System Restore

Ein System Restore erlaubt es, Gerätesoftware zu klonen. Dazu muss vorgängig ein System Backup ausgeführt werden. Die vollständige Software der CPU ist damit auf einer SD/MMC Card als DOC Image gespeichert. Der System Restore läuft in zwei Phasen ab:

1. Das System lädt IPL und SPL vom DOC und führt ihn aus.

2. Der SPL lädt die MNtools von der SD/MMC Card, um den DOC neu zu programmieren.

 

Damit ist sichergestellt, dass die Programmiersoftware und die zu programmierenden Daten immer zusammen passen. Es besteht keinerlei Abhängigkeit von bestehender Software auf dem DOC.

 


Rettungsboot

Der IPL in seiner Rolle als Rettungsboot ermöglicht jederzeit den Zugriff auf die Geräte über die serielle Systemschnittstelle. Aus diesem Grund ist der IPL in einem geschützten Bereich des DOC abgelegt. Er kann durch die MNtools weder gelöscht noch überschrie-ben werden. Der SPL, die System und die OS Partition können jedoch gelöscht werden.

 

Wir freuen uns, Sie an der Embedded World 2012 begrüssen zu dürfen. Die Messe findet vom 28.2. - 01.03.2012 statt.

exceet Group AG erwirbt CONTEC GmbH

Die exceet Group AG (St. Gallen, Schweiz), ein führendes  Unternehmen für Embedded Electronics und kartenbasierte Sicherheitslösungen, hat am 4. Mai 2011 die österreichische CONTEC Steuerungstechnik & Automation Gesellschaft m.b.H. erworben.

 

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